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Donnerstag, Juli 31st, 2008

Letzte Woche war ich für ein paar Tage in Kroatien, genauer gesagt in Labin auf der istrischen Halbinsel. Als erstes hatten wir keine Autobahn Vigniette an der Frontscheibe kleben und mussten mit den Schweizer Zollbehörden in Chiasso verhandeln. Nach wiederholtem “irgendwo ist sie, ich muss sie nur finden” von meinem Kollegen und “tut mir leid aber das ist nicht mein Auto” von mir (ich bin gefahren), sind wir nach ca. 10 Stunden fahrt, mit ca. 3 Stündiger Pause auf einem Rastplatz - chrrr, schnarch, gähn - in Slowenien angekommen. Nachdem wir uns verfahren haben, die Karte von Slowenien und Kroatien ist nicht auf dem Navi verfügbar und hatten nur eine Karte von anno 1989, fanden wir wieder zurück auf die Autobahn wo wir sofort darauf aufmerksam gemacht wurden dass wir keine Vigniette haben. Auf nachfragen wo man die den Kaufen kann, hiess es “on the motorway”, also sind wir rauf auf den motorway und haben schnell das Land verlassen.

In Kroatien sind wir nach einem kurzen Abstecher im Stau in Labin an der Ostküste von Istrien angekommen. Nachdem wir die erste Mission, etwas Essen, erfolgreich hinter uns brachten, haben wir uns auf den Weg gemacht eine Schlafgelegenheit zu suchen. Gefunden haben wir ein kleines sehr empfehlenswertes “Apartman”, so heisst das in Kroatien. Dann bekamen wir einen sehr guten selbstgemachten Weisswein und einen super Tipp für ein Restaurant, am übernächsten Tag nochmal einen Wein und einen Sack Kartoffeln.

Von da an konnten wir die Ferien nur noch geniessen, wir haben viel gegessen und getrunken. Das Essen war sehr gut, vorallem Sachen vom Grill, sowohl Fleisch als auch Fisch sind sehr zu empfehlen. Einmal haben wir ein Boot gemietet und sind in eine Bucht gefahren wo man angeblich bis 26 Meter in die Tiefe blicken kann. Leider hat es an dem Tag geregnet und so haben wir gerade mal die Wasseroberfläche gesehen. Aber das Meer war an schönen Tagen wirklich extrem klar.

Auf einem Flohmarkt habe ich eine interessante Entdeckung gemacht. Ich habe zwei 10 Milliarden und einem 50 Millarden Dinar Schein für 15 Kuna (Kroatische Währung) das sind ca. Fr. 3.50.– gekauft. So als Souvenir und weil ich schon immer Milliardär werden wollte. Ich habe nur nicht gewusst, dass das so einfach geht :)

Nach einigen Partien Backgammon, einem Buch und weiteren Ausflügen ans Meer haben wir am Freitag nach dem Mittag den Heimweg angetreten. Nach einem kurzen Abstecher in die Tourisuppe von Medulin, einem Augenschein vom Amphitheater in Pula und einer Flasche selbstgemachtem Grappa vom Vermieter des Apartments ging es am Abend endgültig zurück in die Heimat. Bei einem Autobahn Restaurant Besuch in der nähe von Venedig haben wir durch einen glücklichen Zufall, nochmal die sehr netten Vermieter getroffen, welche auf dem Weg nach Genua waren, und mit Ihnen einen Espresso getrunken und ein bisschen gequatscht.

Alles in allem waren es sehr angenehme, entspannte und schöne Ferien in Istrien. Wir haben ausschliesslich sehr nette und zuvorkommende Menschen kennengelernt.